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Hinzugefügt am 23. Sep 2015 von SL

Internationaler Gendermedizin-Kongress: Einziger Posterpreis ging an Gender Dentistry International

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Unerwartete Auszeichnung: Das zahnmedizinische Thema der Arbeitsgruppe aus dem Bereich Gender Dentistry, PD Dr. Dr. Christiane Gleissner (links) und ZÄ Ulrike Uhlmann (rechts), erhielt den einzigen vergebenen Poster-Preis der International Society of Gender Medicine (IGM) bei ihrem 7. Kongress in Berlin.

Vom 20. bis 23. September tagte in Berlin der 7th Congress of the International Society of Gender Medicine (IGM). Der Einladung zum Kongress folgten rund 350 Wissenschaftler, Ärzte und im gesundheitlichen Bereich arbeitende Soziologen aus Japan, Israel, Südafrika, den USA und vielen Ländern Europas. Vermutlich waren PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Präsidentin der wissenschaftlichen Fachgesellschaft Gender Dentistry International (GDI), und ihre Doktorandin Ulrike Uhlmann die einzigen Zahnärzte unter den Teilnehmern: Sie hatten eine Posterpräsentation angemeldet und wurden eingeladen – und sie waren es auch, die am Abend des 21. September den einzigen Posterpreis, den die IGM vergab, entgegennehmen durften. „Wir waren schon bei der Vorstellung unserer Forschungsarbeit über das große Interesse bei den Teilnehmern überrascht“, berichtet Gleissner. Wiewohl die Diskussion der rund 45 Poster weitgehend parallel verlief, fanden sich beim zahnmedizinischen Thema zahlreiche  Kongressbesucher aus vielen Nationen ein und baten um weiteren Kontakt und die Erlaubnis zur Nutzung des vorgestellten Indexes. Ulrike Uhlmanns Dissertation wirft einen Blick auf die wissenschaftliche Literatur und untersucht, inwieweit die rund 400 ausgewerteten Studien geschlechterspezifische Aspekte zu nicht-kariösen Zahnhalsdefekten berücksichtigt haben. Um eine standardisierte Bewertung zu erlauben, wurde ein unter Gesundheitswissenschaftlern zwar bekannter, aber zu umfangreicher und zudem nur auf Deutsch vorliegender Fragebogen modifiziert, gekürzt und übersetzt. Er bildete die Basis für die Entwicklung eines neuen Indexes, der die Grundlage für die Ergebnisse auf dem präsentierten Poster bildete und als enorme Hilfe für eine standardisierte Forschung in diesem Bereich bezeichnet wurde. „Die vielen Nachfragen zu unserer Studie und dem Index waren sehr Nachfragen“, sagt Zahnärztin Ulrike Uhlmann, „dass wir dann sogar den Posterpreis erhielten, war aber schon beeindruckend und wir haben uns natürlich ungemein gefreut!“ Es sei zudem spannend gewesen, mit Wissenschaftlern und Praktikern aus anderen Nationen über die Gendermedizin-Forschung zu reden und auch darüber, welchen Stellenwert dabei die Zahnmedizin hat. Uhlmann: „Wir haben oft zu hören bekommen, man sei überrascht, dass das Thema auch in der Zahnmedizin eine Rolle spielt. Als wir kurz einige Facetten anklingen ließen, erlebten wir sehr beeindruckte Ärzte. Dass die Zahnmedizin als Teil der Medizin ebenfalls geschlechterspezifische Aspekte habe, meinten sie dann, sei ja eigentlich auch logisch.“
Für die GDI, die sich aus der früheren Deutschen Gesellschaft für geschlechterspezifische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGGZ) weiterentwickelt hatte, war dies der erste und zugleich sehr eindrucksvolle Start auf der internationalen Bühne der Gendermedizin. Zuvor schon konnte sie mit einer eigenen Session bei der Europerio in Wien in 2012 viel Aufmerksamkeit wecken, die Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlern führte auch auf deren Wunsch hin zur Umgründung der DGGZ in Gender Dentistry International und damit zum Aufbau eines noch jungen Zentrums für internationale Forschung zu geschlechterspezifischen Faktoren in der Zahnmedizin. Entsprechende Arbeiten können in Kürze mit dem nun vorliegenden standardisierten Index begleitet werden. Gleissner: „Wir wollten klare harte Zahlen und damit die Qualität im Bereich Gender Research erhöhen. Zudem brauchen wir mehr Gendersensibilität in der Forschung. Das klingt sehr wissenschaftlich, ein validierter Index ist aber die Grundlage dafür, dass die Praxen zuverlässige Daten erhalten, in welchen Bereichen sie geschlechterspezifische Faktoren berücksichtigen müssen und wo vermutlich nicht.“ Die GDI sei sehr glücklich über die Auszeichnung ihres Posters – und auch ein wenig stolz auf die erreichte Verankerung der Zahnmedizin in der Medizin: „In der Gendermedizin funktioniert das besonders gut.“ Die ohnehin schon guten Kontakte zwischen Gendermedizin und Gender Dentistry auf nationaler Ebene hätten auf dem Internationalen Kongress ein spannendes neues Level erreicht.

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