dentapress Logo

dentapress Premium

Nutzen Sie den dentapress- Premiumservice um ihre Produktneuvorstellungen im Netz zu verbreiten.
dentapress Logo

dentapress Premium

Nutzen Sie den dentapress- Partnerservice um ihre Unternehmenspräsenz bei ihrer Zielgruppe im Netz generell zu stärken.
Hinzugefügt am 15. Mär 2013 von bm

Keine Implantatgesundheit ohne Prophylaxe

Share on Facebook  |  Share on zahnigroups  |  Share on ALUMNIGROUPS

Bei über einer Million gesetzter Implantate pro Jahr in Deutschland gewinnen Maßnahmen zum langfristigen Erhalt dieser Versorgungen zunehmend an Bedeutung. Auf der gemeinsamen IDS-Pressekonferenz von EMS und dem Aktionsbündnis gesundes Implantat stellten Referenten aus Industrie, Wissenschaft und Praxis am 15. März 2013 verschiedene Projekte zur Förderung der Prävention periimplantärer Entzündungen vor.

Pathogene bakterielle Beläge am oralen Implantat können zu periimplantärer Mukositits und zu Periimplantitis führen, was häufig den Verlust des Implantates bedeutet. Deshalb sind eine sehr gute häusliche Mundhygiene und die professionelle Reinigung in der Praxis für Implantatpatienten unentbehrlich. Mit dem auf der IDS erstmals vorgestellten „ImplantatPass für Sicherheit & Pflege“ des Aktionsbündnisses gesundes Implantat erhalten Patienten einen Leitfaden für die gewissenhafte Pflege ihrer Implantate. Der Pass enthält unter anderem praktische Pflegetipps und die nächsten Zahnarzttermine.

„Prophylaxeorientierten Praxen steht mit diesem Pass ein wichtiges neues Hilfsmittel zur Verfügung, um ihre Patienten zu einer gründlichen Pflege der Implantate – sowohl häuslich als auch in der Praxis – zu motivieren“, erklärte Torsten Fremerey, Geschäftsführer des Aktionsbündnis-Partners EMS. Der Pass ist in Papierform und demnächst auch als kostenlose App beim Aktionsbündnis erhältlich. „Es ist uns wichtig, dass sich Patienten entsprechend ihrer persönlichen Vorlieben zwischen dem digitalen und dem gedruckten Pass entscheiden können – nur ein ImplantatPass, der auch wirklich genutzt wird, kann zur Prävention periimplantärer Erkrankungen beitragen“, erklärt Jan-Philipp Schmidt, Geschäftsführer des Aktionsbündnisses. Der „ImplantatPass für Sicherheit & Pflege“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e.V. (BDIZ EDI), der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/-innen e.V. (DGDH) und dem wissenschaftlichen Beirat des Aktionsbündnisses entwickelt.

Aufklärung mit neuer Patientenbroschüre

In der Broschüre „Implantate brauchen Pflege“ des Aktionsbündnisses finden Patienten Informationen zur Notwendigkeit der häuslichen und professionellen Implantatpflege sowie eine bebilderte Putzanleitung. Die nun auf zwölf Seiten erweiterte 3. Auflage der begehrten Broschüre wurde erstmals auf der IDS 2013 präsentiert. „Bei der Entwicklung der Broschüre lag der Schwerpunkt darauf, komplexe Inhalte leicht verständlich darzustellen“, erklärt Sylvia Fresmann, 1. Vorsitzende der DGDH, und ergänzt: „Meine Erfahrung zeigt, dass gut informierte Patienten viel motivierter bei der Implantatpflege sind – und genau das kann die Broschüre erreichen“.

Fachdiskussion auf der IDS

Es ist ein zentrales Anliegen des Aktionsbündnisses, Meinungsbildner an einen Tisch zu holen und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Implantatprophylaxe zu fördern – aus diesem Grund veranstaltete das Bündnis in Kooperation mit GlaxoSmithKline Consumer Healthcare am 13. März auf der IDS eine Fachdiskussion zu nachhaltigen Prophylaxe – auch bei Implantatpatienten. Mit Christian Berger, Präsident des BDIZ, Prof. Dr. Johannes Einwag, Direktor des ZFZ Stuttgart und 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde GPZ e.V., sowie Sylvia Fresmann diskutierten hier Experten aus Implantologie, Parodontologie und Prophylaxe gemeinsam mit Dr. Christian Rath, GlaxoSmithKline Consumer Healthcare, und Jan-Philipp Schmidt über Strategien bei Patientenaufklärung und Prophylaxe.

Präventionskonzepte auf dem Prüfstand

Möglich wird die Prävention periimplantärer Erkrankungen aber erst durch zuverlässige   Forschungsergebnisse zu Prophylaxekonzepten bei Implantatpatienten. Wie man zu solchen Ergebnissen gelangt, erklärte Priv.-Doz. Dr. Dirk Ziebolz, Oberarzt für Parodontologie an der Universitätsmedizin Göttingen und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Aktionsbündnisses: „Sylvia Fresmann, Prof. Dr. Johannes Einwag und ich erheben aktuell mit etwa 30 Studienzentren Daten für unsere prospektive Multizenterstudie zur Prävention periimplantärer Erkrankungen. Nach unseren Kenntnissen ist das aktuell die einzige Studie mit diesem Untersuchungsansatz, dieser Größe und Untersuchungsdauer“. Die Studie will zeigen, dass gezielte präventionsorientierte Maßnahmen der Entstehung von periimplantären Erkrankungen vorbeugen können. „Möglicherweise stellen wir die Überlegenheit eines spezifischen zahnärztlichen Behandlungskonzeptes fest“, kündigte Dr. Ziebolz an. Mit ersten Ergebnissen ist im September 2014 zu rechnen. Die Studie ist auf mindestens drei Jahre angelegt.

Gemeinsames Engagement für gesunde Implantate

„Prävention und Prophylaxe sind die großen Zukunftsthemen der Zahnmedizin und damit auch der Implantologie. EMS ist sehr gut für die Prävention periimplantärer Infektionen aufgestellt und bringt sein Fachwissen aktiv in das Aktionsbündnis gesundes Implantat ein“, beschrieb Torsten Fremerey die Zusammenarbeit im Bündnis. Das Aktionsbündnis ist ein bislang einzigartiger Zusammenschluss der Industrieunternehmen EMS, GlaxoSmithKline Consumer Healthcare, Carestream Dental, goDentis, lege artis, HELBO und Parostatus, der Fachverbände BDIZ EDI, DGDH und GPZ, der Fachverlage Deutscher Ärzte-Verlag, Zahnärztlicher Fach-Verlag  und Oemus Media AG sowie von namhaften Wissenschaftlern und Experten der Parodontologie, Implantologie und Prophylaxe. „Die DGDH und das Aktionsbündnis haben mit ihren Bestrebungen zur Prävention von Periimplantitis und zur Steigerung der Mundgesundheit in der Bevölkerung viele gemeinsame Schnittstellen. In diesem Verbund können wir gemeinsam mit weiteren Akteuren an der Weiterentwicklung von Präventionskonzepten arbeiten“, führt Sylvia Fresmann die Intention dieser Kooperation aus. Alle Beteiligten haben es sich zum Ziel gesetzt, über gemeinsame Aktionen und Projekte die Prävention von periimplantären Infektionen zu fördern – für eine nachhaltige Implantologie und gesunde Implantate.

Kontakt

Aktionsbündnis gesundes Implantat

c/o DentaMedica GmbH

Harkortstr. 7

04107 Leipzig

Tel: +49 (0) 341-99 99 76-43

Fax +49 (0) 341-99 99 76-39

info@gesundes-implantat.de

www.gesundes-implantat.de

www.implantatpass.org

« MAGAZIN « Wissenschaft
Hinweis vom dentapress-Management: Dieser Abschnitt ist für die Leser-Stellungnahmen. Bitte gehen Sie nicht davon aus, nur weil wir Kommentare stehen lassen, dass das dentapress-Management zustimmt oder anderweitig einen bestimmten Kommentar unterstützt.

   KOMMENTAR SCHREIBEN

Wir achten in diesem Weblog auf einen vernünftigen Umgangston. Du bist dir unsicher, welche Regeln fürs Kommentieren gelten? Dann lies unsere FAQ. Wenn du kommentierst, willigst du in die Speicherung deiner Mail- und IP-Adresse ein. Diese verwenden wir für keinerlei Marketingzwecke und geben sie nicht an Dritte weiter.





[wird nicht veröffentlicht]
Oder

dentapress
 
+++ dentapress Partner ALUMNIGROUPS